Körperliche Stabilisierung, psychische Stabilisierung und Selbstfürsorge
Körperliche Stabilisierung Basale Selbstfürsorge (Ernährung, Körperhygiene, Bewegung / sportliche Aktivitäten)Selbstregulation (einschl. Grounding-Techniken und Achtsamkeitsübungen)Einfache EntspannungstechnikenSkills, die über die Sinnes- und Körperwahrnehmung wirken (z. B. Eis, Igelballmassage, Senf)Techniken zur Körpersynchronisation und -integration (z. B. Atemübungen, Qi-Gong, Yoga)
Soziale Stabilisierung Schaffung einer möglichst sicheren äußeren UmgebungUnterbrechung bzw. Umgang mit Täter:innenkontaktArbeit mit Bezugspersonen und Bezugsgruppen (z. B. Wohngruppe, Schule, Familie, Pflegefamilie)Mobilisierung sozialer Ressourcen im Umfeld der BetroffenenNetzwerkarbeit
Kognitive Techniken Verändern dysfunktionaler Überzeugungen, Bearbeiten von Schuld und Scham Distanzierungs- und KontrolltechnikenSelbstberuhigungs- und Selbsttröstungstechniken (Arbeit mit „inneren“ Ressourcen)Screen-Technik zur Verstärkung und Verankerung real erlebter positiver Zustände (Arbeit mit „äußeren“ Ressourcen)
Resilienzförderung Selbstbemächtigung (Selbstverstehen, Selbstakzeptanz, Sinnes- und Körperwahrnehmung, Selbstregulation) Selbstwahrnehmung, Selbstkontrolle, Selbstwirksamkeit als Grundlage der ResilienzentwicklungSelbstfürsorgeSelbstwertschätzung zur Verhinderung von selbstdestruktiven TraumadynamikenStrukturelle Voraussetzungen der Selbstfürsorge
Mitarbeiter:innen Fürsorge Erkennen und Reflexion eigener emotionaler Reaktionen und Handlungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung traumaspezifischer BeziehungsdynamikenBelastungsanalyse und Strategien der EntlastungSekundäre Traumatisierung und MitgefühlserschöpfungUnterstützung und Stabilisierung durch das Team Möglichkeiten zur Stärkung der Resilienz und SalutogeneseAngemessener Umgang mit Gewalt, Schutz vor Gewalt, Bedeutung der Dokumentation und Aufbereitung und des Nutzens von institutionellen Schutzkonzepten